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Christa Ritter's Blog

Simple Life and High Thinking

| 1 Kommentar

  • Dieser Text ist von Rainer Langhans:
  • Ich glaube, außer mir ist es kaum jemandem von damals gelungen, zu unserer 68er-Erfahrung zurückzukehren, obwohl es viele verzweifelt versucht haben. Geholfen hat mir ein indischer Guru, ohne den ich heute vermutlich tot wäre. Der Schlüssel lautet „Simple Life and high Thinking“ – ich konsumiere sehr wenig, esse bio und vegan und gehe nach innen. Wir hier im Westen können das indische Yoga nicht richtig praktizieren, weil wir zu sehr im Materiellen verstrickt sind. Selbst mir, der ich seit fast 50 Jahren Yoga übe, fällt es immer noch schwer, meine Energien, und darum geht es, nach innen zu lenken. Das wird auch noch den „Fridays For Future“-Aktivisten zum Problem werden: dass die Menschen hierzulande zum geforderten Verzicht auf Wachstum oder Weiterentwicklung nicht fähig sind. Wohin also wachsen? Nicht mehr ins Materielle, sondern ins Geistige. Ein wichtiges Tool dafür ist meiner Ansicht nach das Internet – sozusagen das westliche Yoga.
  • Damit können die Menschen hier umgehen, das kann ihnen helfen, auf einer geistigen Ebene miteinander in Verbindung zu treten und sich aus der Materie, dem Eigentumsgefängnis zu befreien. Ich glaube, wir sind auf dem Weg in eine neue, eine innere Welt. Aber natürlich macht das erst einmal Angst, ruft Abwehr hervor. Das erleben wir gerade. Es lässt sich mit einem Therapieprozess vergleichen: Erinnern, wiederholen, durcharbeiten. Wir haben eine faschistische Vergangenheit und bewegen uns wieder auf den Faschismus zu, mit Trump, der AfD, den ganzen Shitstorms etc. Müssen wir mit dieser Wiederholung vorsichtig sein? Natürlich! Aber nicht so vorsichtig, dass wir uns nicht trauen, den Faschisten in uns selbst zu erkennen, damit wir schließlich darüber hinausgehen: vom alten Unmenschen zum neuen Menschen, durch die Dunkelheit zum Licht.

Ein Kommentar

  1. Im Prinzip sehe ich es auch so, nur würde ich keine so scharfe Trennung zwischen Innen und Außen, Geist und Materie ziehen. Beides ist miteinander verwoben. Beschäftige ich mich z.Bsp. mit Architektur oder Musik habe ich
    es mit geistigen Prozessen zu tun, die sich in den Werken ausdrücken.
    Das Außen und das Materielle wird nur dann problematisch, wenn es der Ablenkung oder dem bewusstlosen Konsum dient.

    Ich möchte aber Dir zu Deiner Krebserkrankung wichtige Informationen zukommen lassen. Bin selbst seit 2017 betroffen, lehne Chemo etc. auch ab, und bin ziemlich sicher, dass Deine Therapie nicht ausreicht. Bitte maile bald, damit keine kostbare zeit wie bei Jutta verlorengeht.

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