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Christa Ritter's Blog

8. August 2015
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Wir schreiben uns aus Neuland

Liebe Sophie,

danke dir für deine Mail. Was wohl so unverständlich bleibt: Dieser Krieg gegen die Gewohnheiten. Denn so ist es wohl immer. Sobald du diese Identifikation mit Sex, Besitz des Mannes, dieses materiellen Lebens in allen Facetten, Erfolgsansprüche kündigst, rast die Sau in dir los. Du fällst aus dieser Tünche von Erwachsenenleben in die Teile, wo die ursprünglichsten Verletzungen vernarbt sind oder sogar noch bluten. Ich will geliebt werden, bedingungslos, von allen! So schreit es in dir. Und dieses Geschrei hört erstmal nicht auf. Ich meine allerdings, es ist inzwischen bei jeder von uns hier etwas leiser geworden. Vielleicht weil eine Art innerer Beobachter auftauchte, auch nur sporadisch, sehr langsam. Der weiß offenbar, dass es in diesem Körper keine Liebe gibt, immer nur Krieg. Ein Weg könnte begonnen haben, der aus der Körper-Identität heraus führt…
Wo ich da stehe, weiß ich nicht so genau. Auf jeden Fall: Erst ganz am Anfang.

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Ansonsten: einen schönen Sommer wünsche ich dir! Hier hat er ja schon längst begonnen. Was bedeutet, dass ich meine Tage sehr oft an einem herrlichen See verbringe.
Christa

Liebe Christa,

deine Worte haben mich stark berührt, weil ich an einem ziemlich ähnlichen Meilenstein stehe- und ich deshalb gerne schaue, wie gebären sich andere neu und kann ich etwas abgucken und lernen.
Deine Worte stolpern und turnen in mir rum und ich sortiere aus und lasse zu und kann letztendlich nur zustimmend nicken.
Auf dem „ich will geliebt werden“ kaue ich rum. Natürlich kenne ich das als Aufschrei in Richtung meiner Mutter, aber ich weiß gar nicht, wie es sich an fühlt, wenn man das bekommt. Also ein Phantasiegebilde, das mich bisher ferngesteuert hat.

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Die Auflösung der Körper-(=Ich?)-Identität, die du benennst, wirft auch Fragen auf. Nachdem meine Sucht, mich möglichst attraktiv zu präsentieren, allmählich nachlässt und mein Selbstwertgefühl sich dafür bedankt, habe ich einen sanfteren Bezug zu meinem Körper und spreche mit ihm. Ich frage ihn zu allem Möglichen und bin noch dabei, Reaktionsfeinheiten mitzubekommen und lesen zu können.
Insofern ziehe ich meine Interaktionen vom Außen etwas mehr ab (mit gravierenden Rückfällen) und verlagere sie in mich. Mein Körper wird eher ein Haus für mich, die Heimatlose und es geht drum, ob ich andere überhaupt in den Garten oder Flur lasse. Insofern interessiert mich, was du mit dem Krieg im Körper meinst. Vielleicht magst du mir dazu noch was erzählen.

Danke für deine Anregungen.
Liebe Grüße
Sophie

Liebe Sophie,

erstmal herzlichen Dank für deine Zeilen. Mir fällt es sehr schwer, darauf zu antworten. Einmal schwanke ich hin und her, dann erfassen meine Worte nicht genügend meine Gedanken, eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich wirklich stehe.

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Gestern: Ein langer, sehr heißer Tag am Walchensee. Jutta’s Kinder mit ihren Kindern, die ganze neue Family, sogar Uschi Obermaier und Umfeld. Heute ist dafür mein „Verdauungstag“. Schwierig. Daran sehe ich vermutlich auch das, wonach du fragst: Körperidentität. Bin ich wirklich diese geltungs- und liebessüchtige Person, die zwischen diesen Menschen irgendwelche Geräusche fabrizierte? Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Liebesschmerzen weniger werden, wenn ich loslasse von diesem Trumm und es schaffe, etwas mehr in den Geist zu gehen. Eigentlich eine Meditations-Übung. Alles Leiden macht dieser Körper. Also: Üben, üben, üben.

Müde,
Christa

26. Juli 2015
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Summertime and the living is easy

Mal wieder aus dem Netz auftauchen ist fast schon was Besonderes: Rainer’s 75. Geburtstag, verspätet im realen Leben als Sommergespräch, one month gone. Vier Wochen nach seinem Pressetrubel: Eine schöne Gelegenheit, den ein oder anderen Friend/Follower Auge in Auge als Bodytalk zu erproben, auch alte und neue Gefährten einzuladen, die etwas mehr suchen als das einfach Verfügbare. Weiß ich überhaupt, wer das sein könnte? Aber schließlich klappte alles: ein weicher, warmer Abend für Unabsehbares unter diesem und jener, alt und jung.

die Mohr-Villa

die Mohr-Villa

Der Gewölberaum der Mohr-Villa in München-Freimann, davor eine große Wiese unter riesigen, alten Bäumen. Brigitte, Gisela und ich bauen auf: vielerlei Kerzen, Stühle holen, zwei Buffettische aus dem Lager, Wasser kalt stellen, Räucherstäbchen. Ja, ihr lächelt: Räucherstäbchen. Halten sogar die Mücken fern.

Barbara steht unschlüssig als erste vor der Einfahrt: Sie ist aus Berlin gekommen. Und dann versammeln sich immer mehr, die Schüsseln und Teller mit Vegetarischem in der Hand. Als Improvisation eines Buffets der leichten Genießer. Wir entscheiden uns für eine Runde auf der Wiese. 25 oder 30 Menschen betrachten sich zwischen Neugier, scheuem Interesse und Abwarten. Rainer schlägt das Thema ho’oponopono vor, das schon bei seinem 70. Geburtstag seine Wirkung entfaltete. Andererseits wollten sich die Frauen thematisieren, wendet er ein, dieses von ihnen empfundene Ungleichgewicht zur Sprache bringen. Rainer geht’s mit unserem gemeinsamen Experiment eines anspruchsvolleren Lebens immer besser, sagt er, uns Frauen schlechter, behaupten wir. Sind wir blind oder was ist los? Denn ich schwanke noch immer zwischen Anklage, Zweifeln und (eher seltener) Dankbarkeit. Jammerfrauen, wenig Selbstwahrnehmung, eigentlich ätzend, aber als Übergang vielleicht Not-wendig. Leider ist Jutta, die lautstark Expressive, hier nicht unter uns, weil der Krebs sie nieder drückt. Theresa (25) neben mir (72) flüstert zum widersprüchlichen Selbstblick : Männer reden sich alles schön, Frauen schlecht. Könnte was dran sein. Ach was, wir sind doch längst weiter als bei der Gender-Frage, dringt von links in mein Ohr. Einer der hier Versammelten mailt am nächsten Tag: Ihr Frauen wirkt auf mich bei allen Problemen so positiv, sympathisch und stark, dass meine eigenen Eindrücke in einem gewissen Widerspruch zu der Schilderung Eures empfundenen Unglücks stehen. Oder ich habe da etwas falsch verstanden? Nein, hast du nicht. Möglicherweise.

Maria Imania

Ich erzähl euch also mal die Geschichte der hawaiianischen Schamanen-Therapie, beginnt Rainer. Die Station im Gefängnis, wo die geisteskranken Kriminellen untergebracht waren, war als gefährlich verschrien. Die zuständigen Psychologen wechselten nahezu monatlich. Das Pflegepersonal meldete sich oft krank oder kündigte schlichtweg. Die Angestellten gingen mit dem Rücken zur Wand durch die Station, weil sie fürchteten, von den Patienten angegriffen zu werden. Es war kein angenehmer Ort, um dort zu leben, zu arbeiten oder ihn nur zu besuchen. Der neue Therapeut hatte vereinbart, die Akten der Insassen nur in seinem Büro zu studieren. Er hat also nie einen der Patienten persönlich empfangen.

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Nach einigen Monaten veränderte sich alles. Erste bisher fixierte Patienten durften sich frei bewegen. Andere, die zuvor starke Medikamente einnahmen, konnten sie absetzen. Und diejenigen, für die es nie eine Chance gab, jemals in die Freiheit zurückzukehren, wurden sogar entlassen. Schließlich ging selbst die ganze Belegschaft gern zur Arbeit. Das Krankfeiern und der häufige Stellenwechsel hörten auf. Plötzlich war niemand mehr da, keine verrückten Kriminelle, keine Therapeuten, die Station musste schließen. Was war passiert? Was hatte der Therapeut allein in seinem Kämmerchen getan?

Dieser Mann wusste offenbar, dass äußere Veränderungen nichts bewirken, dass es nur um die eigene innere Veränderung geht: Die einzig mögliche Revolution sei der Revolutionär selbst. So hatte der Therapeut nur an sich selbst gearbeitet: Indem er für sein Leben die vollständige Verantwortung übernahm, für alles, was er tat, aber vor allem für das, was um ihn herum passierte. Er hatte erkannt: Die ganze Welt ist im wahrsten Sinn des Wortes meine eigene Schöpfung. Alles, was du siehst, hörst, schmeckst, berührst oder sonst irgendwie erfährst, musst du verantworten, weil es vor deinen Augen erscheint. Das bedeutet auch, dass der Kapitalismus mit seiner gnadenlosen Gier, jede Finanzkrise, der Klimawandel und jede Leiche der Boatsflüchtlinge, dass sogar alles, was du draußen erfährst oder nicht magst, deine Thematik ist, um dich zu heilen. Im Grunde besteht die Welt nur als deine Projektion des eigenen Inneren. Drei Mantren hatten dem Therapeuten im Kämmerlein zu seiner Heilung verholfen: „Es tut mir leid – in mir“, gefolgt von „Ich verzeihe dir – in mir“, schließlich „Ich liebe dich – in mir.“

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Unser Frauen-Thema war dank dieser wunderbaren Geschichte vom Tisch? Eigentlich auch das von Jutta: der Tod, dieses Sterben lernen? Ich bemerkte noch kurz etwas Kleinlautes zu meinem Opfer-Schwachsinn, Brigitte versuchte, ihre Erfahrungen mit mehr Selbstbewusstsein zu versehen, Rolf bestärkte sie mit einer merkwürdig schrägen Anmache, andere Frauen fragten zaghaft nach, das Jammer-Thema schien sich zu verflüchtigen. Die Geschichte vom Therapeuten, der sich erst selbst heilt, um alle Kranken abzuschaffen, hatte auch uns Frauen die Antwort geliefert: Solange ich an mich als Opfer glaube, werde ich eins sein. Immer wieder. Aber auch: Den Rainer, dem es immer besser geht, habe ich mir erschaffen. Es gilt, meine positive Projektion auf ihn zurückzunehmen. Dann geht es auch mir besser. Mein Leben und seinen langen Weg einer Sucherin wird mich so lange enttäuschen, wie ich mich ent-täusche. Das Gleiche dürfte für Jutta gelten: Nach dieser Heilsgeschichte ist der Krebs Jutta’s Projektion eines Meisters über ihr Leben. Er wird sie vom Körperlichen ent-täuschen. Verrückt!

Langsam löste diese Geschichte die Scheu aller hier in der Runde auf. Die Linden begannen stärker zu duften, so schien mir, das Chaos des Lebens fing an, sich zu entfalten, jeder berichtete von seiner Baustelle auf der ganz persönlichen Lebensleiter.

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Plastiktüten als mögliche Projektion von Schönheit und Erleuchtung, QBismus neben Sternen, die uns angeblich längst in geistige Höhen mitnehmen und sowieso seien wir längst vom Lichtstrahl erfasst und von solcher Liebe einer höheren Instanz gäbe es sowieso kein Entkommen. Wir sollten glücklich sein oder so ähnlich. Männliche Menschen spreizten ihr philosophisches Gefieder, die weiblichen ihr emotionales. Gemeinsame Tänze des Spirits, alle Versammelten häufig bemüht, so schien mir, vom anderen etwas zu verstehen und seine Erfahrung oder Sicht oder auch nur Angelesenes mit etwas Eigenem zu verbinden. Und vor allem: Das Nichtgesagte ganz nebenbei als großes Nichts wirken zu lassen. Jenseits aller Projektion, irgendwie. Rainer platzierte noch einen Hammer: Konsequent zur Geschichte aus dem Gefängnis nannte er Jutta’s Krebs ihren Freund, eine von ihrer Innenseite inszenierte Gnade sogar, etwas, das ihr längst hinüber leuchtet, wenn sie es denn zuließe, in diese unbekannte Schönheit des Geistes. Sagte ich doch: Krebs als Jutta’s Meister. Mein Herz fing an zu klopfen, der Hals verengte sich. Jutta! Dabei sah ich rüber zu Gisela, ihrer Zwillingsschwester. Versuchte sie als Einzige, in diesem Moment etwas Fassung zu wahren? Weil Rainer verrückt geworden ist, wir alle?

Dann wurde es langsam dunkel unter den Bäumen, feucht sogar, fast kühl. Ich musste an den Vater mit seinem Kind denken, der vor dem Erlkönig mit Krohn und Schweif flieht, bis er ihm Leids getan hat und das Kind in seinen Armen tot ist. Ein starkes, mystisches Bild meiner Kindheit. Aber da hatte schon jemand gesagt, wir sollten doch alle unsere Stühle nehmen und unter das Gewölbe wechseln, wo die Kerzen heimelig flackerten. Wenn nicht geredet wird, wird gegessen und getrunken. So war‘s dann auch. Eine Pause für Melone mit Chili, Hefe-Nußzopf, schwarzer Linsensalat, Pasta mit köstlichem Tomatensugo, türkische Teigröllchen mit Gemüsefüllung, Feta-Mango-Erdnuss-Creme, Rote-Beete-Salat mit gerösteten Sesam- und Sonnenblumenkernen und mehr. Alles unaufdringlich, zum Kosten, nicht zum Sattessen. Ach, Babette, die ihren Sinn für die romantische Liebe in zweisamer Verschmelzung retten wollte, hatte ihren Hund mitgebracht, eine größere Rasse. Der spazierte manchmal still durch unsere Mitte, nur vom Kerzenschein erleuchtet. Da waren bereits immer noch nachdenklich gehaltene Widersprüche aufgekommen: Bettina plädierte für Atemübungen, die das Sterben erleichtern könnten, weil sie in ein höheres Bewusstsein führten. Geht nicht, noch zu körperlich, sagt Rainer. Norbert antwortet: Du scheinst den Körper nicht besonders zu lieben? Rainer (ich meine, hinter seiner Brillen ein Aufblitzen zu bemerken): Seh ich so aus? Gute Frage an einen, der in seinem Flatterweiß eher leicht und transparent wirken kann. Doch, es gab auch ein paar Raucher, die immer mal wieder auf den Hof verschwanden. Wissen wir ja: Das mit dem Geist ist eine schwierige Übung, die wohl schwierigste.

Jutta, du hast jetzt den letzten Druck als Chance: ho’oponopono. Als könnte man schließlich die eigene Körperidentität mit diesen hawaiianischen Mantren wegschmelzen und in den großen Geist aufgehen. Lerne zu sterben, um wirklich zu leben, sagt dazu ein indischer Meister. Eine schwierige Übung: Besonders für uns Westler, sagte noch jemand. Yes, you can, würde sicher trotzdem der Therapeut antworten. Gegen ein Uhr war ich zuhause.

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13. Juli 2015
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STYX – No. 11 meine Landing Page

Stefan saved my STYX-reportage. Er hat mit mir diese Website oder Landing Page für mein Buch gebaut. Es hat nicht nur Spaß gemacht, sondern sieht auch noch schön aus. Finde ich. Da gibts zwei erste Buch-Besprechungen (das Feuilleton ignoriert bisher die E-Books) und erste Kommentare und sogar auch eine Leseprobe. Wer noch nicht so richtig weiß, ob er „STYX die Reise beginnt“ downloaden soll, kann sich hier ein wenig einlesen.

http://merah.de/styx-ebook/

 

Frauenpower ibei der Kumbh Mela in Indien

Frauenpower ibei der Kumbh Mela in Indien

18. Juni 2015
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Rainer wird 75

Hier das Geburtstags-Ständchen der SZ vom 16. Juni (weils so gut gelungen ist, poste ich es hier einfach mal):

Provokateur, Lachnummer und eigentlich, auf seine Art, ein Typ wie Nitroglyzerin. Der Schwabinger Revolutionär Rainer Langhans wird an diesem Freitag 75.

Von Hilmar Klute

Rainer Langhans fährt auf dem Rad durch die mit Klinikhäusern vollgestellte Pettenkoferstraße in München – seine Garderobe: weiße Hose, weiße Jacke, weißes Hemd, weiße Schuhe und dazu der mit diesem Lockenwahnsinn ausgestattete Kopf, die halbrunde Brille, der zarte weiße Bart – so stellen sich vegane Christen den lieben Gott vor. Der einzigartige Rainer-Langhans-Look, nein, nicht sofort hingehen und die Hand schütteln. Erst mal zuschauen, wie der Mann sein Ziel nimmt, das Fahrrad sorgsam abschließt und die Plastiktüte mit den Biofrüchten aus dem Gepäckträgerkorb holt, bevor er ins Café Max Pett geht. Weiterlesen →

15. Juni 2015
nach Christa Ritter
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STYX No. 10 – eine Stufe weiter

B. Kengne „Deva“ schreibt:

Diese scheinbar sehr persönliche Reise erweist sich als eine Reise, die wir alle machen sollten…Es geht um die elementaren Dinge, die unser Leben ausmachen.
Esoterisch…vielleicht…doch auf jeden Fall eine Stufe weiter in unser Unterbewusstsein.

In diesem Dorf riss unser Keilriemen

In diesem Dorf riss unser Keilriemen

Gleichzeitig sehr menschliche Beziehungsprobleme, die man diesen Frauen gar nicht zutraut und die uns zeigen, dass wir doch alle mit den gleichen Problemen kämpfen.

27. Mai 2015
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STYX No. 9 – Der mutige Weg

Sybille schreibt zu meinem E-Book: Bin jetzt bei ca. der Hälfte angekommen. Ihren Reisebericht erlebe ich als erfrischend-ich liebe Indien. Und Sie schreiben so schön lebendig.

Kali Durga ist Schöpferin und Vernichterin

Kali Durga ist Schöpferin und Vernichterin

Die Auseinandersetzungen auf der Beziehungsebene habe ich erst gelesen, überspringe sie jetzt meist oder lese quer, da mir als Therapeutin solche Streits nicht neu sind. Na ja, wir sind alle bei unseren Auseinandersetzungen nicht so kreativ, weil mit unseren alten Wunden und Begrenzungen konfrontiert. Aber ich schätze Ihre Ehrlichkeit, Offenheit, auch was die Schattenseiten angeht! Und die Bereitschaft, Pionier zu sein darin, sowie auch mit neuen Lebens-Modellen  zu experimentieren und damit „öffentlich“ zu werden. Das finde ich sehr mutig!

Liebe Grüße und alles Gute auf Ihrem mutigen Weg!

Jutta, Rainer und Brigitte beim Frühstück in Varkala

Jutta, Rainer und Brigitte beim Frühstück in Varkala

Vita hat auf FB geschrieben:

An dieser Stelle, mit der schrecklichen Giftigkeit des hinreißenden Goldregens, muß ich gerade mal den Werbeblock einschalten, für Christa Ritters tolles Buch „Styx“, das ich mit Lust und Genuß (und auch mit Verblüffung über und Neugier auf die inneren Mechanismen des berüchtigten Harems…) gelesen habe.
Also, Leute! ‚Lesebefehl!
So faszinierende Reisebücher gibt es selten.
(Und Gruß an den one and only Alexander Wallasch, wenn das mal jemand weitersagen möchte.)
http://www.theeuropean.de/alexander-wallasch/9995-rezension-von-christa-ritters-e-book-styx“

Katrin Nord schreibt auf FB:

Und ich überlege noch rum, wie ich mein Leseerlebnis gut in Worte verpacken kann für eine amazon-Kritik. Ich lese viel und intensiv, aber nie zuvor hat ein Buch so intensive Nachtträume bei mir ausgelöst wie Styx. Beim Lesen des Buches habe ich meine eigene Welt anders erlebt (wach) und anders geträumt (im Schlaf).

22. Mai 2015
nach Christa Ritter
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STYX No. 8 – Schön, gewaltig, wunderbar

…. einfach ein Muss Mann/Frau haben
Kommentar zu STYX von Stefan B. (auf Amazon)
Wirklichkeit einzigartig dargestellt mit tollen Aufnahmen.
Momente, die fesseln aber auch nachdenklich stimmen.
Man ist förmlich mit dabei.
Jutta und Rainer am Ganges in Rishikesh

Jutta und Rainer am Ganges in Rishikesh

Kann sagen, die Reise beginnt normal bei der Geburt und dieses Werk nimmt einen mit auf einen Teil einer sehr interressanten Reise von ganz wunderbaren Menschen.

Ich liebe dieses Erschaffen von konservierten Momenten.

Es lohnt sich absolut die Bilder Edition zu wählen.

12. Mai 2015
nach Christa Ritter
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Styx No. 7 Indien, oh Gott. Nie!

Kommentar auf Amazon von Guenter K.:

Exotischer Psychotrip
Hat mich tatsächlich an 68 ff. erinnert, einmal wegen der Idealisierung Indiens (einschließlich der Enttäuschungen), zum anderen wegen des ungebremsten Psychotrips. Dass letzterer vor exotischer Kulisse stattfindet, das erhöht die (unfreiwillige) Komik.

Stefan Brenner kommentiert auf Amazon:

Wundervoll, einfach schön
Ich habe dieses ebook gerade geladen, noch nicht gelesen und spüre jetzt schon so stark das es wunderbar sein wird.
Habe den Film gesehen und bin begeistert von der Autorin Christa Ritter obwohl ich weder Sie noch ihre Arbeiten kenne.

Frauen vergaßen ihre andere Seite: Lilith

Frauen vergaßen ihre andere Seite: Lilith

8. Mai 2015
nach Christa Ritter
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Styx No. 7 : Ein höllisches Paradies, brutale Ego-Kriege und extrem viel Mut

Mareile schreibt auf Amazon diesen Kommentar:

„Sterben lernen“ als Weg zur Selbsterkenntnis, Geistwerdung. Für Jutta Winkelmann ist dieses Credo, das sich die Suchergemeinschaft bestehend aus Jutta Winklemann, Christa Ritter, Brigitte Streubel, Gisela Getty und Rainer Langhans bereits vor Jahrzehnten auf die Fahnen geschrieben hat, wortwörtlicher zu nehmen, als ihr vermutlich lieb ist. Denn Jutta Winkelmann hat Krebs und voraussichtlich wird sie das Materielle, ihren Körper, bald tatsächlich voll und ganz loslassen und überwinden müssen, sprich sterben. Die Reise nach Indien, die ihre „Schwester“ Christa Ritter in diesem Buch als Betrachterin von außen skizziert, wird mutmaßlich die letzte ihres Lebens gewesen sein. Anderen Suchern durch die Film-Doku „Good luck finding yourself“ und dieses Buch von Christa Ritter die Möglichkeit zu geben, an diesem höchst intimen Prozess teilhaben zu können, das erfordert viel Mut und verlangt Respekt ab. Sicher wäre das nicht Jedermanns Sache und es wäre eine Diskussion wert, ob dies (auch mit Blick auf das autobiografische Buch der „Getty-Twins“ und der immer wiederkehrenden Vermarktung der eigenen Lebensgeschichte) nicht ein Hinweis auf eine zu starke (Anerkennungs-)Suche im Außen sein könnte.

Rainer im Goldenen Tempel von Amritsar

Rainer im Goldenen Tempel von Amritsar

Doch die Münchener Kommune lebt eben nach ihrer Überzeugung „das Private ist politisch“. Dafür Hut ab und die besten Wünsche für Jutta Winkelmann, die nicht „nur“ seelische, sondern sicher auch viele körperliche Schmerzen auf dieser Reise erduldelt hat.

Jutta und Rainer genießen die Küche Kerala's mit ihren frischen Gemüsen und dem Obst

Jutta und Rainer genießen die Küche Kerala’s mit ihren frischen Gemüsen und dem Obst

Zum Buch und zur Autorin: Auch der Mut von Autorin, Bloggerin, Filmemacherin und Grimme-Preisträgerin Christa Ritter ist wie gewohnt schlichtweg enorm. In kompromissloser Offenheit und schonungsloser Härte geht sie nicht nur mit den Egos und Schmerzkörpern der Mitreisenden, sondern vor allem mit ihren eigenen „Höllenhunden“ ins Gericht, gewinnt neue Erkenntnisse, teilt diese dem Leser verständlich und in einer ganz eigenen Art von Poetik und Symbolik mit. Inspirierend. Erstaunlich ist auch, wie Christa Ritter es hinbekommen hat, die vielen, teilweise recht langen, (Streit-)Gespräche derart exakt und detailliert aufzuzeichnen. Lief ein Tonband? Reine Gedächtnisleistung? Wahnsinn … Es muss ewig gedauert haben, diese Gespräche abzutippen – und das nach derart intensiven und anstrengenden Reisetagen. Die vielen Fotos haben das Buch zudem auch zu einem kleinen Reisebricht und mir Lust darauf gemacht, das höllische Paradies Indien einmal selbst zu erkunden.
Adlerartiger Götterbote: Garuda

Adlerartiger Götterbote: Garuda

Ich bin nicht in allem einer Meinung mit der Suchergemeinschaft. Etwa bin ich persönlich der Überzeugung, dass es jedes menschliche Wesen nur krank und zu einem seelischen Wrack machen kann, sich den Partner mit anderen Personen teilen zu müssen. Folter. Meiner Ansicht und Erfahrung nach hat „die freie Liebe“ oder „das Versuchen mit mehreren Partnern“ auch nicht das Geringste mit dem spirituellen Weg zu tun. Ganz im Gegenteil. Doch das sind persönliche Ansichten, die man zur Diskussion stellen könnte, die aber nichts mit dem Buch als solches zu tun haben. Das ist durch und durch top! Für mich (31) sind Jutta Winkelmann, Christa Ritter, Brigitte Streubel und Gisela Getty starke, tolle, bewundernswerte Frauen und ich hoffe, dass ich eines Tages im Alter von 70 Jahren gesitig noch genau so flexibel, beweglich, idealistisch, mutig und hellwach sein werde wie sie.